Sonntag, 4. Dezember 2016

Krebsbekämpfung durch Nahrungsmittel: Wunschtraum?

Krebsbekämpfung durch Pflanzenstoffe – Alternativen keine Alternativen?




Krebserkrankungen in Deutschland haben erheblich zugenommen. So liest man es im "Bericht zum Krebsgeschehen in Deutschland", vom Robert-Koch-Institut für die Bundesregierung erstellt.


Wir werden statistisch immer älter. Daraus die Schlussfolgerung: „Da für fast alle Krebsarten das Erkrankungsrisiko mit dem Lebensalter steigt, treten in einer älter werdenden Bevölkerung auch mehr Krebsfälle auf.“, als eine Erklärung, warum heute fast doppelt so viele Krebsfälle (verschiedene Krebsarten) auftreten wie 1970.

Die verlinkte Pressemitteilung zitiert. „Und natürlich spielt auch Prävention eine entscheidende Rolle, denn viele Krebserkrankungen lassen sich durch einen gesunden Lebensstil vermeiden.“

Und führt dazu aus: „Mindestens 30 Prozent aller Krebserkrankungen gelten weltweit als vermeidbar, vor allem durch den Verzicht auf das Rauchen, die Vermeidung von starkem Übergewicht durch eine dem Bedarf angepasste Ernährung, ausreichende regelmäßige Bewegung, keinen oder höchstens maßvollen Alkoholkonsum sowie die Vorbeugung von HPV-Infektionen und Hepatitis-B durch Schutzimpfungen.“

Bis auf die Impfempfehlungen ist hier grob dargestellt, was unter „gesundem Lebensstil“ verstanden werden kann. Vermeiden von bekannten Schädlichkeiten des „täglichen Lebens“ und bedarfsangepasste Ernährung und Bewegung, die auch starkes Übergewicht vermeiden helfen.

Auf Seite 177 des Berichts (Link dazu auf der verlinkten Pressemitteilung) wird etwas näher ausgeführt: Zu wesentlichen Schutzfaktoren zählen unter anderen eine ausgewogene Ernährung mit ausreichendem Obst- und Gemüsekonsum, körperliche Aktivität und indivi­duelle Bewältigungsressourcen.“

Man kennt inzwischen Inhaltsstoffe von Obst und Gemüse, welche – auch in Zellkulturen (in vitro) und bei Tierversuchen (in vivo) – Einflüsse auf verschiedenen Arten von Krebszellen nehmen können und man kennt Inhaltsstoffe, die allgemein für ein gesundes Funktionieren von Zellen von Bedeutung sind, angefangen bei Vitaminen und bestimmten Mineralstoffen. In verschiedenen Mengen und Zusammensetzungen finden sich diese in den typischen Nahrungspflanzen, sodass eine ausreichende und gemischte Zufuhr dieser einen Grundschutz bieten könnte.

Niemand kann aber tatsächlich individuell voraussagen, ob eine solche Lebensweise tatsächlich Krebs vermeidet. Es sind zu viele – teils noch unbekannte – Einflussfaktoren vorhanden, die auf den betreffenden einwirken können und einen der Krebserkrankungen auslösen können. Da sich Krebserkrankungen meist langsam und schleichend, teils über viele Jahre bis zur Diagnose, entwickeln – und oft erst im (fortgeschrittenen) Alter, ist eine Studie, die viele Personen über ihr Leben begleitet nicht machbar.

In den meisten Fällen ist es auch im Rückblick des inzwischen an Krebs erkrankten kaum möglich, sichere Aussagen zur Lebensweise – die sich ja auch immer wieder ändern kann – zu machen. Auch Faktoren, die unabhängig von der Lebensweise das statistische Risiko, an Krebs zu erkranken erhöhen, werden oft kaum erfassbar sein.

Aussagen, wer wieviel wie häufig (auf Dauer des Lebens) von welchen bestimmten Obstarten und Gemüsen essen muss, um (welche Krebsart?) Krebs zu vermeiden, lassen sich nicht valide treffen.

Und dennoch werden Menschen, auch Menschen, die sich besonders stark vor Krebserkrankungen sorgen, immer wieder mit Pressemeldungen (viele über das Internet) konfrontiert, die bezogen auf bestimmte (bio-chemische) Inhaltsstoffe Krebsschutz (Prävention) oder gar Krebstherapie preisen. Nicht selten mit Ernährungsempfehlungen bestimmter (Super-) Foods verbunden oder mit Empfehlungen von Nahrungsergänzungsmitteln (NEMs).

Diese Meldungen stammen nicht selten aus einer Quelle und wurden über Agenturen zu anderen Verlagen usw. weiterverbreitet. Dort werden sie – meist ohne dafür bezahlen zu müssen – unverändert nachgedruckt oder in bearbeiteter Form. In leider auch zu vielen Fällen erscheint hinter dem Quelltext ein kommerzielles Interesse zu stehen. „Pressestellen „ von Herstellern, Lobbyverbänden oder beauftragte (Presse-) Werbeagenturen. So tauchen ähnliche Meldungen zu gleichen Aussagen vielfach auf und könnten dadurch ihre Glaubwürdigkeit erhöhen. Für den Laien, der sich über Krebsgeschehen und Behandlungen informieren möchte, ist das nicht immer erkennbar.

Ich habe hier exemplarisch – ohne die Quelle herabwürdigen zu wollen – zwei Verbreiter solcher Nachrichten zur Verdeutlichung herangezogen.

Es ist (1) das das „Zentrum der Gesundheit“ aus der Schweiz mit verbundenem Angebot für eine Gesundheitsberaterausbildung bei „Akademie der Naturheilkunde“, ein Projekt der: Fair Trade Handels AG, deren Shop mit Produkten, deren Anwendung sich auch aus manchen Beitrag ableiten lassen, auf der Seite des „Zentrums“ eine eigene Schaltfläche hat.


Und es ist ein Internetauftritt eines veganen Ehepaares (2), „bewusst-vegan-froh“ mit Ausführungen zu möglichen Gesundheits-/Heilwirkungen von Pfanzen(bestandteilen).






Überschriften, Zitate und kurze Kommentare dazu:

(1)
Bohnen verringern Krebsrisiko
https://www.zentrum-der-gesundheit.de/bohnen.html

Mit Bezug zu Studienergebnissen heißt es:

Je mehr Ballaststoffe die Studienteilnehmer durch den Verzehr von Bohnen aufnahmen,
desto geringer wurde ihr Risiko, an Darmkrebs zu erkranken … dass die Ballaststoffe in Bohnengewächsen, wie beispielsweise der Kichererbse, den Körper davor bewahren, Karzinogene (krebserzeugende Substanzen) zu absorbieren … Die meisten konnten auch die menschliche DNS, also unser Erbgut, vor oxidativen Schäden schützen. Dies alleine könnte bereits erklären, warum Bohnen ein so enormes krebshemmendes Potenzial besitzen … jene Frauen, die mindestens zweimal die Woche Bohnen oder Linsen assen, das geringste Risiko, an Brustkrebs zu erkranken … Körperzellen vor oxidativem Schaden bewahren und schliesslich Krebszellen abtöten. Essen Sie also mindestens zweimal in der Woche Bohnen oder Linsen zur Brustkrebs-Prophylaxe … Eine weitere wichtige Substanz zur Prävention von Krebs ist die in den B-Vitaminen zu findende Folsäure – auch hierfür sind Bohnen eine hervorragende Nahrungsquelle. Der Verzehr von folsäurereichen Lebensmitteln reduziert das Risiko auf Bauchspeicheldrüsen- und Darmkrebs … Verschiedene Studien haben erbracht, dass der Verzehr grosser Mengen Hülsenfrüchte (incl. Bohnen, Linsen und Erbsen) das Prostatakrebsrisiko verringern könne …

Wieviel an Bohnen/Hülsenfrüchten wer pro Woche das Leben lang essen muss (und was solche Menschen noch dazu anders machen als andere) ist nicht zu entnehmen. Zu viele Hülsenfrücht in der Ernährung können allerdings andere wichtige Nahrungsmittel verdrängen – wenn man nicht überernährt sein will. Und bei Verweis auf die (meist Zellkulturen bzw. Nagetierversuche) Studien immer nur als Aussagen betreffend dem Menschen Vermutungen.


(1)
Die krebshemmende Wirkung des Curcumins
https://www.zentrum-der-gesundheit.de/curcumin-krebshemmende-wirkung-ia.html

Kurkuma gehört zu den Ingwergewächsen.

...Aus medizinischer Sicht sind insbesondere die antioxidativen, antikanzerogenen und entzündungshemmenden Eigenschaften des Gelbwurzextraktes interessant, die sich gegen diverse Leiden wie Darm-, Lungen- und Lebererkrankungen, Entzündungskrankheiten, Herzinfarkt, Alzheimer und Krebs behaupten … Aufgrund seiner vermuteten chemopräventiven Eigenschaften befasst sich insbesondere die Onkologie mit Curcumin als Naturheilmittel in der Krebstherapie. Etliche Labortests mit Tieren bestätigten insbesondere seine krebshemmende Wirkung auf Magen,
Darm, Leber und Haut. Selbst fortgeschrittene Metastasenbildungen konnten nachweislich durch Curcumin verringert werden …


Im Beitrag (1)

Mit Ernährung gegen Krebs
https://www.zentrum-der-gesundheit.de/krebs-ernaehrung-ia.html

heißt es zu Kurkuma
...Kurkuma, auch als Gelbwurz oder Tumaric bekannt, zählt zu den wirkungsvollsten antikarzinogenen Gewürzen. Das liegt an seinem einzigartigen Wirkstoff Curcumin. Zahlreiche Studien belegen, dass Curcumin die Vermehrung von Krebszellen im Körper hemmt und sogar bereits vorhandene Krebszellen abtöten kann. Ein Wissenschaftsteam des Instituts für Labormedizin der LMU München konnte unter der Leitung von Dr. rer. hum. biol. Beatrice Bachmeier belegen, dass Curcumin die Metastasenbildung sowohl beim Mammakarzinom als auch beim Prostatakarzinom hemmt. Des weiteren verhindert Curcumin, dass Tumorzellen in die Blutbahn gelangen und so überall im Körper Metastasen bilden können. Eine indische Studie aus dem Jahr 2008 hat ergeben, dass bereits der tägliche Verzehr eines Teelöffels Kurkuma als präventive Massnahme gegen die Entstehung von Krebserkrankungen angesehen werden kann.


Liest man die Studien (Zellkulturen, Mäuse mit fehlendem Immunsystem) nach, so ergibt sich keine konkrete Aussage zur Wirkung beim Menschen, allenfalls Vermutungen.


Zum Ingwer berichtet (2):

lngwer ist 1000mal stärker als Chemotherapie und lässt gesunde Zellen in Ruhe
http://bewusst-vegan-froh.de/ingwer-ist-1000-mal-staerker-als-chemotherapie-und-laesst-gesunde-zellen-in-frieden/


Dass Kurkuma gegen Krebs erfolgreich angewendet werden kann, ist schon bekannt.
Doch jetzt gibt es neue Forschungen, die zeigen, dass lngwer genauso so gut wie
Kurkuma ist. Es ist nicht nur wirksamer als die Krebsmittel, die man bei der Abtötung
von Krebserkrankungen verwendet, es gibt sogar Hinweise darauf, dass einige Krebs-
Medikamente unwirksam sind und sogar den Tod beschleunigen können.


Nicht nur besonders „hervorhebende“ Wirkaussage zu (Kurkuma) Ingwer, sonder gar „herabwürdigende“ Aussagen zu verwendeten Krebsmedikamenten mit sogar angsteinflößendem Hinweis auf mögliche Todesgefahr dadurch.

... Eine Studie, die in der Georgia State University gemacht wurde, ergab, dass lngwer-Extrakt in der Lage war, die Größe eines Prostatatumors von 56 % zu reduzieren... Eine weitere bekannte Studie PLoS ergab, dass eine bestimmte Komponente im lngwer, die als 6-Shogaol bekannt ist, herkömmliche Krebsmedikamente, nämlich die Chemotherapie, um weiten bei der Bekämpfung gegen Brustkrebs schlagen kann. ...lngwer funktioniert nicht nur bei der Krebs Bekämpfung, sondern läßt die gesunden Zellen in Ruhe! Das ist etwas ganz anderes als die herkömmliche Krebsbehandlung, die nicht diese selektiven Eigenschaften hat, was bedeutet dass die Chemotherapie den Patienten schadet, denn sie greift auch die gesunden Zellen an … Die Forscher kamen zu dem Ergebnis, dass Taxol nicht die gleiche Wirksamkeit wie lngwer, bei der Abtötung von Krebsstammzellen und bei dem Stoppen der Neubildungen von Tumoren, hat. Taxol greift nämlich auch die gesunden Zellen an. …“

Zellkulturen bzw. genetisch besondere Mäuse waren in den Studien die Objekte. Eine Übertragung auf den Menschen liegt fern. Angeblich auch noch keine Schäden an gesunden Zellen durch den Ingwerextrakt bei „gefährlicher“ Chemotherapie.

Dann die Aussage zu einer anderen Studie:

Die lngwerwurzel wirkt sehr erfolgreich gegen Eierstockkrebszellen - und das ganz ohne Nebenwirkungen. Das bedeutet nicht, dass lngwer Krebs heilt. Hierbei handelt es sich um eine klinische Studie. Welchen Einfluss lngwer beim Menschen langfristig haben kann, muss erst noch untersucht werden.“

Was bedeutet das: wirkt sehr erfolgreich gegen Eierstockkrebszellen – das bedeutet nicht, dass Ingwer Krebs heilt? Obwohl es sich um eine klinische Studie handelt? Aber nicht am Menschen? Es mag manchem Laien nicht klar sein, dass Wirkungen an isolierten Krebszellen, im „Reagenzglas“ sozusagen, keine Aussage zur Heilwirkung zulässt. Und auch Versuche mit Mäusen nennt man „klinische Studien“?

Bei allen durchgefühten Tests starben die Krebszellen, die mit dem Pulver in Berührung
gebracht wurden. Die Wissenschaft nennt dieses Phänomen ,,Apoptose". Zudem fingen die
Krebszellen damit an, sich gegenseitig zu bekämpfen, was in der Medizin als "Autophagie'
bekannt ist. Es ist eine echte Sensation. … Die Forscher konnten in ihrer Studie auch Prostatakrebszellen bekämpfen, wie das „British Journal of Nutrition“, berichtet. Versuche haben gezeigt, dass lngwer alle Prostata-Krebszellen tötet, während die gesunden Zellen übrig blieben. ln einem Experiment konnten die Wissenschaftler beweisen, dass ein Tumor sich nur durch die Behandlung mit lngwer um unglaubliche 56 Prozent verkleinert hat.“

Krebszellen werden bekämpft aber Krebsheilung nein? Und die Sache mit den 56 % (Mäuseversuch) hatten wir oben schon.

Das könnte nicht nur das Leiden von Krebspatienten verringern und ihre Überlebenschancen
steigern - es ist auch eine weitaus günstigere Behandlung als die Chemotherapie. Am Ende muss gesagt werden, dass noch mehr geforscht werden muss, um zu zeigen, dass die moderne Krebsmedizin nicht so effektiv ist wie die natürliche Medizin.“

Noch mehr forschen, um zu zeigen, das die moderne Krebsmedizin der „natürlichen Medizin“ unterlegen ist? Aber dann der Schlusssatz:

Die natürliche Medizin stärkt das lmmunsystem und fügt dem Körper keine neuen
Krankheiten hinzu.“

Wozu keine Belege erbracht wurde.


Einen Text zu Ingwer mit ähnlicher Überschrift (allerdings hier 10.000 mal effektiver) findet sich in kürzerer Form in:

Zitat daraus: „Die Wirkstoffe von Ingwer greifen nur die Krebszellen an, verschonen aber gesunde Zellen und haben keine Nebenwirkungen. Bei Brustkrebs beispielsweise kann es dazu kommen, dass der Körper im Lauf der Behandlung gegen die Medikamente resistent wird. Das kann bei der natürlichen Behandlung mit Ingwer jedoch nicht passieren.

So konnten wir es bereits vorher lesen. Jetzt noch eine Empfehlung:

Ingwer kann laut der Experten auch dafür sorgen, dass Krebszellen gar nicht erst entstehen und sich im Körper festsetzen können. Deshalb empfehlen Experten Ingwer regelmäßig zu sich zu nehmen. Eine Möglichkeit die Pflanze in seinen Alltag zu integrieren, ist ein Stück Ingwer von der Größe einer Haselnuss in einen Liter heißes Wasser zu geben und zu trinken. Die heilsamen Wirkstoffe gelangen so in den Körper.“
Cochrane Projekt Österreich hat sich des Themas Ingwer2016 angenommen:


Zitat: „Da es noch keine klinischen Studien zu diesen grundlegenden Fragen gibt, stehen naturgemäß auch die Antworten dazu in den Sternen. Es ist also verfrüht, auf die baldige Markteinführung von Anti-Brustkrebs-Medikamenten aus Ingwer zu hoffen, die gleichzeitig wirksam und sicher sind. Erschwert werden könnte die Suche nach möglicherweise wirksamen Substanzen durch die Tatsache, dass Ingwer ein Naturprodukt ist: Die Konzentration der (wirksamen?) Inhaltsstoffe unterscheidet sich je nach Erntezeitpunkt, Herkunft und Verarbeitung


Die V. Carstens Stiftung schreibt zum Ingwerthema:


Einschätzung: Diese ersten Hinweise aus dem Tierversuch lassen sich jedoch nicht unmittelbar auf den Menschen übertragen. Tumoren bei Menschen sind meist weitaus größer als bei Mäusen und daher schwerer zugänglich für therapeutische Maßnahmen. Die Wirksamkeit in der menschlichen Krebstherapie muss noch weiter erforscht werden.


Bei (1) findet sich die Aussage:

Ingwer – Heilpflanze gegen Brustkrebs
https://www.zentrum-der-gesundheit.de/massnahmen-brustkrebs-ingwer-ia.html
Kann eine Pflanze gegen Brustkrebs wirken? Ja, sie kann – und Ingwer ist eine solche Pflanze.
Verschiedene Studien zeigten in den letzten Jahren, wie effektiv der Ingwer gegen die
unterschiedlichsten Krebsarten vorgehen kann – und das ohne Nebenwirkungen und ohne
dabei gesunde Zellen zu schädigen.
In einer der aktuellsten Studien hatte ein Forscherteam aus Saudi-Arabien die Wirkung des
Ingwers insbesondere bei Brustkrebs untersucht.“

Dann macht die Überschrift Angst: „Herkömmliche Brustkrebstherapie: Hohe Sterblichkeitsrate“ unterstützt noch von der Aussage: Doch fast alle Brustkrebs-Patientinnen mit Metastasen und etwa 40 Prozent der Patientinnen, die Tamoxifen nach einem Rückfall erhalten, sterben letztendlich an der Krankheit. Steigerungsfähig? „Krebs resistent bei Chemo Die Nebenwirkungen von Chemotherapien sind überdies gravierend.

Dann die „erlösende“ Botschaft als Überschriften: Ingwer bekämpft Brustkrebs und: Ingwer wirkt mehrfach gegen Krebs gesteigert:Ingwer greift Krebs an, nicht aber gesunde Zellen.

Und noch mal die Aussage: „Zeitgleich schädigt Ingwer nicht – wie es schulmedizinische Krebstherapien tun – gesundes Gewebe.

Die Studie aus Saudi Arabien hatten Zellkulturen als Gegenstand. Kultivierte Zelle aus Brustkrebs. Es wurde kein einziger Fall einer Brustkrebserkrankung behandelt. Ingwer bekämpft danach keinesfalls Brustkrebs als Erkrankung des Menschen. Lediglich gezüchtete Zellen außerhalb des menschlichen Organismus zeigten Wirkung. Auch Versuche mit auf Mäuse übertragenen Brustkrebszellen lassen niemals die Aussage zu, dass Brustkrebs bei Menschen geheilt werden kann.

Angstmachen vor herkömmlicher Brustkrebstherapie – Heilmittel vorstellen, die noch gar nicht als solche entwickelt sind! Also bisherige Therapie vermiesen ohne eine wirkliche Alternative dazu.

Und dann bietet das Zentrum der Gesundheit im gleichen Beitrag noch die Überschriften zu Ingwer:

Gingerol gegen Metastasen
Ingwer gegen Leberkrebs
Ingwer gegen Lungen- und Darmkrebs
Ingwer gegen Pankreaskrebs und Prostatakrebs

Eine Rezeptempfehlung darf nicht fehlen:

Ingwer gegen Brustkrebs essen
Es lohnt sich also, Ingwer in den täglichen Speiseplan einzubauen, damit Brustkrebs und
andere Krebsarten gar nicht erst entstehen können.
In den Versuchsreihen wurden meist 100 Milligramm Ingwerextrakt pro Kilogramm
Körpergewicht verabreicht. Frischer, roher Ingwer dürfte jedoch nicht weniger wirksam sein –
im Gegenteil.
Mixen Sie einfach täglich ein mindestens fingernagelgrosses Ingwerstück in heisses oder
kaltes Wasser oder in Ihre Smoothies und geniessen Sie das erfrischende Aroma des
heilenden Ingwers.

Welch trügerische Idee: Ingwer täglich essen um Krebsarten gar nicht erst entstehen zu lassen!

Und die Studien, auf die sich (1) bezieht: Zellkultur-und Mäuse-/Rattenversuche in Saudi-Arabien, Korea, Malaysia, Thailand, China, Japan.


(1)
Brokkolisprossen bekämpfen Kopf- und Halskrebs
https://www.zentrum-der-gesundheit.de/brokkolisprossen-bekaempfen-krebs-15000037.html

In zahlreichen wissenschaftlichen Studien konnte nachgewiesen werden, dass Sulforaphan u.a. bei Bauchspeicheldrüsenkrebs und Prostatakarzinom eine äusserst heilsame Wirkung zeigt.“

Äußerst heilsame Wirkung bei einer der Krebsarten mit sehr geringen Heilungs- und Überlebenschancen: Bauchspeicheldrüsenkrebs! Welche Studien? Es wurden dazu keine genannt.

Die Studiem in Anschluss an den Text bei Beiträgen von (1) beziehen sich nur auf die Überschrift. Dabei auch welche zum Mundkrebs. Es sind Studien mit Zellkulturen und Mäusen, eine mit wenigen gesunden Menschen zur Prüfung auf Verträglichkeit des Broccoliextraktes. Eine Studie mit 10 Personen mit vermutlich überstandenem Mundkrebs läuft, um zu sehen ob die Rezidivrate gesenkt werden könnte, wenn man den Extrakt einnimmt. Jedoch ist die Zahl sehr (zu) gering und es soll bei ersten Zeichen von Erfolg mit deutlich mehr Patienten eine solche Studie unternommen werden.

(1) schreibt zum Kopf-und Halskrebs:

Eine im Juni 2016 veröffentlichte Studie der University of Pittsburgh Schools of the Health Sciences Patienten mit Kopf- und Hals-Krebs erlitten seltener einen Rückfall ihres Krebses, wenn sie sich mit Brokkolisprossenextrakt behandeln liessen. Besonders für Menschen also, die bereits Krebs gehabt hatten, kann der Brokkolisprossenextrakt offenbar sehr hilfreich sein.“


Aus dieser Studie:

Dr. Bauman and her colleagues treated human head and neck cancer cells in the laboratory with varying doses of sulforaphane and a control, and compared them to normal, healthy cells that line the throat and mouth. The sulforaphane induced both types of cells to increase their levels of a protein that turns on genes that promote detoxification of carcinogens, like those found in cigarettes, and protect cells from cancer. In a small preclinical trial, 10 healthy volunteers drank or swished fruit juice mixed with broccoli sprout extract for several days.“

Krebsschutz gefunden bei Zellkulturen und vermutet als Schutzfaktoren vor krebserzeugenden Stoffen z.B. durch Rauchen. Und scheinbare Verringerung der Rezidive im Mäuseversuch:

The mice who received the sulforaphane developed far fewer tumors than their counterparts who did not receive the extract.“

(1) bietet ein Rezept für den möglichen Schutz vor solchem Krebs an:

Wenn Sie sich also vor Krebs oder konkret vor Krebs im Mund- und Rachenraum schützen
möchten, dann würde es sich anbieten, täglich einen grünen Smoothie zu trinken, der neben
Früchten auch Brokkolisprossen enthält.“

Kann das ein Leser missverstehen: Schützenwollen vor Krebs?


Zu Broccoli selbst hat diese Quelle (1) geschrieben:

Sulforaphan aus Brokkoli unterstützt Krebstherapie
https://www.zentrum-der-gesundheit.de/sprossen-brokkoli.html

In einer placebo-kontrollierten Studie mit Frauen, die an einem durch Biopsie nachgewiesenen Gebärmutterhalskrebs im frühen Stadium litten, zeigte sich, dass 50 Prozent der Frauen, die täglich I3C einnahmen, eine Rückbildung der Erkrankung erlebten, während in der Kontrollgruppe kein einziger Fall mit einer solchen Rückbildung zu beobachten war.
Es waren gerade mal insgesamt 17 Frauen, die die Substanzen aus Broccoli einnahmen. Davon zeigten 8 eine Rückbildung. Bei diesen geringen Zahlen ist eine generelle Wirkaussage nicht zulässig, allenfalls für die geringe Zahl kann eine statistische Aussage gemacht werden.


Tierversuche ergaben zusätzlich, dass die Einnahme von I3C nicht nur bei jenen Tieren krebsvorbeugend wirkte, welche die Substanz bekamen, sondern auch bei deren Nachkommen vorbeugende Wirkung gegen Krebs hatte. Man spricht hier von einem Schutz vor transplazentarer Karzinogenese, also einem Schutz vor krebserregenden Faktoren, die über die Plazenta von der Mutter auf das Kind übertragen werden könnten.

Das kann keinesfalls Anlass sein, das auf Menschen zu übertragen und schwangeren Frauen die Einnahme von dieser Substanz zu empfehlen. Allein schon, weil es viele Jahre länger dauert als bei Mäusen, bis die Töchter ins Alter kommen, in dem solche Infektion wahrscheinlich werden, die vermutlich diese Krebsart auslösen können. Von eine angeborenen Infektion ist wohl bei Menschen kaum die Rede.

Bei Mäusen mit Brustkrebs schliesslich zeigte sich, dass bereits die orale Verabreichung von I3C zu einer Verkleinerung der Brusttumore um bis zu 65 Prozent führte. Zwar benutzten die Wissenschaftler ein Nahrungsergänzungsmittel, das aktive Bestandteile von Brokkoli und Rosenkohl enthielt, doch halten sie es für sehr wahrscheinlich, dass derselbe Effekt auch durch das Essen der Gemüse selbst erzielt werden könne.



Nun ist auch Rosenkohl ein Krebswundermittel. Welche Forscher halten aufgrund von Mäuseversuchen es für wie wahrscheinlich, dass auch das Essen dieser Gemüse Brustkrebse verkleinern könne?

Aber (1) hat da einen Vorschlag:

Leider äusserten sich die Forscher zur wirksamen Menge der zu verzehrenden Sprossen oder Gemüse nicht. Wenn Sie aber täglich oder zumindest alle zwei Tage Sprossen aus etwa 1 Esslöffel Samen verzehren und zusätzlich Brokkoli oder andere Kohlgewächse sowie grüne Blattgemüse als Hauptmahlzeit auf Ihrem Speiseplan stehen, dann dürften Sie auf der sicheren Seite sein.

Auf der sicheren Seite vor Brustkrebs?

Für den kaum therapierbaren Bauchspeicheldrüsenkrebs gibt es betreffend Broccoli diese Aussage:

Broccoli ist nicht nur reich an Mineralstoffen und Vitaminen, sondern auch an einem Wirkstoff
gegen Krebsstammzellen des Bauchspeicheldüsenkrebs: Wissenschaftler des Universitätsklinikums Heidelberg und des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) haben entdeckt, dass der Broccoli-Inhaltsstoff Sulforaphan resistente Tumorstammzellen in Pankreastumoren verwundbar macht. Dies wurde im Tierversuch gezeigt, wo keine Nebenwirkungen auftraten.

Tierversuch, keine Aussage zu Menschen und was heißt „verwundbar machen“?


Unter anderem zu Broccoli noch eine Meldung von (1):

Kreuzblütengewächse gegen Krebs
https://www.zentrum-der-gesundheit.de/kreuzbluetengewaechse-gegen-krebs-ia.html

Brokkoli, Bok-Choi (Chinakohl), Rosenkohl, Weisskohl, Blumenkohl, Grünkohl, Kohlrabi, Radieschen, Rettich, Senf, Steckrüben, Weissrüben oder Brunnenkresse - all diese Pflanzen zählen zu den Kreuzblütengewächsen (lat. Brassicacea). Kreuzblütengewächse zeichnen sichdurch ihre besonderen Inhaltsstoffe aus. Sie enthalten vor allem grosse Mengen an und Co verantwortlich. Sulforaphan ist wohl der bekannteste Inhaltsstoff der Kreuzblütler - vor allem im Kampf gegen den Krebs.

Es gibt mittlerweile viele wissenschaftliche Studien, die belegen, dass der ausreichende
Verzehr von Kreuzblütlern den Körper vor einer Krebserkrankung schützen kann, denn die
darin enthaltenen Senföle sorgen dafür, dass Krebszellen eine Art Suizid begehen
(programmierter Zelltod oder Apoptose). Darüber hinaus tragen Senföle zur Vermeidung
krebsbegünstigender Zell-Veränderungen bei.
Die Behauptung vieler wissenschaftlicher Studien, die solche Schutzwirkung belegen würden ist mit einem Link zu einer Metastudie aus China versehen. Diese beklagt zum Teil den Wert der betrachteten Studien. Und kommt zum Schluss: „Our findings support that cruciferous vegetables intake was related to the decreased risk of bladder cancer. Because of the limited number of studies, further well-designed prospective studies are needed to explore the protective effect of cruciferous vegetables on bladder cancer.“

Man braucht also noch gut gemachte Studien um einen Schutzeffekt zu belegen.


In einem Versuch mit Ratten wurde entdeckt, dass das Risiko an Blasenkrebs zu erkranken mit zunehmendem Brokkoli-Konsum abnimmt. Bei bereits erkrankten Tieren verlangsamte sich das Fortschreiten der Krankheit, wenn die Tiere viel Brokkoli frassen. Brokkoli kann offenbar auch die Chance erhöhen, sich gegen Brustkrebs zu behaupten und sogar die Wahrscheinlichkeit, gar nicht erst an daran zu erkranken, erheblich erhöhen.“

Rattenversuch mit reinen Spekulationen zu menschlichem Brustkrebs.

Und natürlich wieder ein Verzehrhinweis:

Es ist wichtig zu wissen, dass gekochte Kreuzblütengewächse nicht denselben Schutz bieten,wie rohes Gemüse, da der Kochvorgang die Senföle zerstören kann. Während des Kochens können die Kreuzblütengewächse zwischen 30 und 60% ihrer krebsbekämpfenden Inhaltsstoffe verlieren.“

Es ist ja noch nicht einmal gesagt, dass Gemüseessen überhaupt eine krebsbekämpfende (nicht nur vorbeugende) Wirkung hat


Bewusst-vegan-froh (2) geht so weit:

Studie entlarvt den großen Schwindel – Krebsärzte würden selbst niemals einer Chemotherapie zustimmen!
http://bewusst-vegan-froh.de/studie-entlarvt-den-grossen-schwindel-krebsaerzte-wuerden-selbst-niemals-einer-chemotherapie-zustimmen/

Überschriften:
Studie entlarvt Chemotherapie als Schwindel - Tumor wächst nach Chemo schneller
Untersuchung deutet an: Verzicht auf Chemotherapie verbessert den Behandlungserfolg

Und das Fazit:

Wer nach einer echten Heilmethode sucht, wird sich bemühen, eine Chemotherapie zu umgehen und nach alternativen Behandlungsmethoden wie der Gerson-Therapie suchen, oder er wird
krebshemmende Nahrungsmittel und Nährstoffie wie Natriumbicarbonat, Kurkuma (Studien: Pubmed./21775121 Pubmed/l9138983), hoch dosiertes Vitamin C und Vitamin D u.ä. wählen.“


Aber auch das kann man lesen beim Zentrum der Gesundheit (1):
Krebs und seine Vorbeugung

Da wird festgestellt:

Falsche Empfehlungen
Viele Menschen folgen den Ratschlägen der "Fachleute" in der Hoffnung, den Kampf gegen
Krebs zu gewinnen. Leider gibt es für diese Empfehlungen keine wissenschaftliche
Begründung. Sehen Sie sich einmal die folgende Liste der "Problemlösungen" an. Sie wurden
in den weltweit besten medizinischen Zeitschriften publiziert. Viele von uns erfuhren niemals
von einem Widerruf, und so richten wir uns weiterhin nach Methoden, die uns gar nicht vor
Krebs schützen können.
Obst und Gemüse: Grüne Blattgemüse verhindern nicht den Ausbruch von Brustkrebs
Ballaststoffe: Sie unterstützen Darmkrebs eher, als dass sie ihn verhinderten
...
Fischöl: Die meisten Zusätze von Fischöl sind wertlos bezüglich der Krebsvorbeugung
und können sogar für Ihre Gesundheit riskant sein.
Die internationale Gesellschaft zur Untersuchung von Fettsäuren und Lipiden (ISSFAL)
stellte folgendes fest: "[...] Studien zeigen, dass Fischöl (bestehend aus Omega-3-
Derivaten) im gegenwärtig gebräuchlichen Standard eine große Anzahl von
Immunzellen-Reaktionen reduziert (natürliche Killerzellen)

Wie entsteht Krebs? Die Antwort:

Dr. Otto Warburg fand die Ursachen von Krebs
Fehlender Sauerstoff in der Zelle verursacht Krebs


Demnach Sauerstoffzufuhr verbessern. Also nichts mit den ganzen im Grunde zytotoxischen (zellentötenden, angeblich nur die Krebszellen) Pflanzeninhaltsstoffen?


Was hatte diese Quelle (1) noch zu Ballaststoffen geschrieben?

Reduzieren Sie Ihr Krebsrisiko
https://www.zentrum-der-gesundheit.de/krebsrisiko-senken-ia.html

Ballaststoffe gegen Brustkrebs
Darüber hinaus reduzieren Ballaststoffe das Darmkrebs-Risiko....


Werden da Hoffnungen erweckt auf „natürliche ungefährliche aber hochwirksame“ Therapien gegen Krebsarten die noch lange nicht erfüllt werden können? Wird Angst gemacht vor der „herkömmlichen“ Krebsbehandlung? Aus welchen Interessen heraus? Unterstützen einer veganen Ideologie? Förderung des Kaufes von entsprechende Nahrungsergänzungsmitteln?

Klar sollte sein: Einfach nur mit Nahrungsmitteln als Speisen kann man keine Krebserkrankung heilen. Auch wenn verschiedenen Pflanzen bio-chemische Inhaltsstoffe haben, die in isolierter Form auf gezüchtete Krebszellen im „Reagenzglas“ oder bei extra gezüchteten Nagetieren, denen man menschliche Krebszellen eingepflanzt hat oder die gar so gezüchtet wurden, dass sie Krebsarten bekommen, die an sich beim Menschen üblich sind, so ist eine Wirkung der gesamten Pflanze als Nahrung aufgenommen als Krebsmittel unwahrscheinlich.

Man muss erst noch herausfinden, wie groß die jeweilige Dosis der Substanzen bei welchen Krebsarten sein muss, damit beim Menschen sichere Heil-Wirkungen auftreten können – und ob überhaupt solche auftreten. Dann muss gefunden werden, auf welchem Wege diese Substanzen zugeführt werden müssen, um überhaupt Wirkung bringen zu können.

Könnte man überhaupt durch z.B. Broccoli Essen genügend Stoff aufnehmen? Und muss man nur Broccoli essen zur Therapie? Sollte man nicht auch dazu andere Pflanzen (Rosenkohl, Ingwer, usw.) essen? Aber, geht das ohne dass man „platzt“?

Und Vorbeugung? Muss man sein Leben lang solche Pflanzen in Massen essen, um einen vermeintlichen Krebsschutz zu haben? Essen aus ständiger Krebsangst? Kann das gesund sein? Was haben die falsch gemacht, die gerne mal Broccoli essen, Ingwertee trinken usw, aber dennoch eine Krebsart bekommen haben – eben weil sie wegen der gesunden Ernährung entsprechend alt werden konnten? Vielleicht hätte sie diesen (Alters-)Krebs gar nicht bekommen, wären sie warum auch immer früher gestorben? Z.B. an Herz-Kreislauf-Erkrankungen?

Nehmen wir das Zitat aus dem Bericht zum Krebsgeschehen auf: „Da für fast alle Krebsarten das Erkrankungsrisiko mit dem Lebensalter steigt, treten in einer älter werdenden Bevölkerung auch mehr Krebsfälle auf.

Nicht-alt-werden kann statistisch gesehen vor Krebs am besten schützen?

Copyright K.-U.Pagel 12.2016

Hinweis: Die jeweiligen Studien kann man in den Beiträgen (verlinkt unter den Überschriften) finden.


Nachtrag: Man könnte nun mit einer gewissen Ratlosigkeit da stehen. Ratgeber erkennen, die vielleicht eher lenken, als freie Entscheidung durch klare unmissverständliche Informationen fördern. Informationen, die wie Viren sich krankmachend (manipulierend) verbreiten.

Das kennt man ja auch aus der Richtung der sogenannten Schulmedizin, dass einseitige Informationen - vielleicht weil es die informierenden (Ärzte) nicht besser wissen, nicht anders erzählt bekamen - sich verbreiten.

Schauen wir uns die Thematik an: Krebserkrankungen, deren viele es gibt mit verschiedenen Verlaufsformen. Da kann es nicht verwundern, dass es noch lange nicht bekannt ist, was Ursache, was begünstigender Faktor, was gefährlicher Verstärker der jeweiligen Krebs(unter)art sein könnte. Und es kann nicht verwundern, dass bisher nicht wirklich für die verschiedenen Formen die optimalts Therapie gefunden wurde. Klar ist: Ein Tumor, der sich aus sich heraus teils rasch vermehrt, schneller wächst als die Abwehr diesen fressen kann, durch seine Entartung auch (wie Bakterien) auch in sich Änderungen einzelner Zellen entwickelt, die vielleicht gegen eingesetzte Mittel (davor kann auch Broccoliwirkstoff auf Dauer niemals sicher sein) entfernt werden muss. Das auch, um zu verhindern, dass er über verschiedene Wirkfaktoren auch auf den Rest des Organismus schädigend einwirkt.

Da beginnt ein neues Problem. Man geht davon aus, dass - je nach Krebsart verschieden, vielleicht bis zu 25 % der Tumoren anfangs (wie lange ist das, wenn Tumoren nicht selten schon viele Monate oder Jahre wachsen konnten, bevor man sie entdeckt) doch von Körper wieder beherrscht und ausgeheilt bzw. unschädliche abgekapselt werden können. Die ganzen Früherkennungsuntersuchungen finden diese und behandeln diese, ohne dass Kriterien gefunden wurden, die sicher erkennen lass, dass diese Tumoren vom Körper beherrscht werden könnten.

Gar mancher "Heilungserfolg" der Therapien ist im Grunde aufgrund dessen eingetreten, weil der Oraganuismus selbst mit seinen Selbsterhaltungsstrategien, den Tumor "besiegte". Und gar mancher ist an den Folgen der Therapie verstorben- hat zumindest unnötig gelitten - die durchgeführt wurden.

Solche "Unsicherheiten" sind ein guter Boden  für manche "Heilsbotschaften". Gerade auch bei Menschen, die die "etablierten" Heilverfahren fürchten.

Der Weg, dass aus erkannten Pflanzeninhaltsstoffen, die in Zelkulturen Wirkung entfalten, am Menschen sicher einsetzbare Arzneien geschaffen werden können, ist sehr lang. Man kann sie nicht einfach an Menschen ausprobieren, denen andere Therapien nach Kenntnisstand eine gewisse Heilungschance bieten. Der Weg muss auch beinhalten, kennen zu lernen, welche Dosis in welcher Weise bei welchen Tumoren gegeben werden muss und wo die  Schädlichkeiten noch erträglich sind. An Menschen, die einfach - mit solcher Erkrankung und Prognose - mal ausprobieren, letztlich ohne irgendeine Linie, diese anzuwenden, wäre eher ein unethisches Menschenexperiment, bevor schon mehr Wissen um die Anwendung vorliegt.

Dieser lange Weg wäre auch für Pflanzen und ihre Inhaltsstoffe zu gehen, bevor diese als Heilmittel propagiert werden sollten. Und Versprechungen des vorbeugenden Krebsschutzes durch bestimmte Pflanzen? Man kann nicht hellsehen, was irgendwann eine mal eintreten könnte.

Es wird jedoch daran gearbeitet, und es gibt schon erste Erfolge, über Ernährung und Pflanzenstoffe die bisherige Krebstherapie verträglicher zu machen. Doch Achtung: es gibt Zusammenwirken mit Nachteiligen Folgen.

Als alternative Therapie bei Krebserkrankungen sind die Pflanzen/Inhaltsstoffe noch lange nicht einsetzbar, jedoch mit zunehmendem Wissen (die Forschung ist da viel einfacher) immer mehr als komplementäre (ergänzende) Maßnahmen.

Ergänzt 05.12.2014